8. Courage

By 31. Januar 2016Allgemein

… wohlgemerkt, sollte. Denn zu diesem Zeitpunkt reichte Max das einfach nicht mehr aus. Er strebte danach, die Situation aufgeklärt zu wissen. Dazu kam, dass sich die Ereignisse nahezu im Stundentakt überschlugen und mit der Zeit das ganze Ausmaß und die Tragweite dieser prekären Situation ans Licht kamen.

Als kleine Randbemerkung möchte ich an dieser Stelle der Vollständigkeit halber erwähnen, dass die beiden Schulärztinnen dabei eine tragende Rolle spielten. Frau Dr. Richter kennt Max bereits seit mehr als sieben Jahren, da ihr Sohn Paul ein Schulfreund von Max ist. Sie kannte sich anfänglich nur in Grundzügen und eher oberflächlich mit dem Asperger-Syndrom aus, – beschäftigte sich jedoch in den letzten Jahren intensiv mit der Thematik. Zu jedem Zeitpunkt unterstützt sie Max in herausfordernden Situationen. Sie ist eine ausgesprochen ruhige und diplomatische Person, die es versteht, Pädagogen, Fachkräfte und die Schulverwaltung zusammen zu halten.

Da Max ja auf die Klärung der Situation pochte und Paul, der Sohn von Frau Dr. Richter, die Situation miterlebte, hielt ich so oft es möglich war, mit der Schulärztin Rücksprache. Paul konnte die Vorkommnisse rasch aufklären, indem er die gleiche Version wie schon Max Freund Daniel erzählte. Max war unglaublich erleichtert und voller Tatendrang, als seine Freunde Daniel und Paul bestätigten, dass er sich zu keinem Zeitpunkt in der Nähe von Geralds Handy aufhielt.

Die Freude über diese Aufklärung währte jedoch nur kurz, da ich kurze Zeit später erfuhr, dass sich mehrere Eltern bei der Direktorin über Max beschwerten und ihm erneut ungerechtfertigte Anschuldigungen vorwarfen …

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