5. Unbeschwerte Zeiten…

By 21. Januar 2016Allgemein

… diese unbeschwerten Zeiten kennen wir eigentlich nur mehr aus dem Kindergarten.In der Kindergartenzeit war das Leben sehr unbeschwert und leichtgängig. Max wurde als ein sehr begabtes Kind wahrgenommen und ist nur positiv aufgefallen. Max hatte viele Freunde, zumindest machte es den Anschein. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass im Kindergartenalter Freundschaften noch nicht so ins Gewicht fielen und Nachmittagsbesuche bei anderen Kindern meistens durch uns Eltern geregelt wurden. Max ging sehr gerne in den Kindergarten. Ich freute mich täglich auf die Tür- und Angelgespräche mit seiner Kindergartenpädagogin, die mir stolz erzählte, dass Max so einiges gut konnte. Eine dieser Besonderheiten war, dass Max für sein Alter sehr aufmerksam und hilfsbereit im Umgang mit anderen Kindern war und auch in der Gruppe sehr gerne für Ordnung sorgte. Wenn man es nicht anders kennt, empfindet man vieles als normal. Mit meinem heutigen Wissen, kann ich sagen, dass vieles schon damals auffällig, aber noch keine spezielle Bedeutung beigemessen, war. Max hatte eine sehr gewählte Ausdrucksweise, die zwar der Unterhaltung der Erwachsenen diente, aber keinesfalls von einem kleinen Jungen zu erwarten war. So kam es, dass wir den Kindergarten immer mit einem Lächeln im Gesicht und einem sehr fröhlichen Gefühl verließen. Im Nachhinein betrachtet hatte Max auch sehr viel Glück, dass seine Kindergartenpädagogin immer auf ihn einging. Wenn er nicht zeichnen wollte, dann musste er auch nicht zeichnen. Sie akzeptierte, dass Max lieber in der Bauecke spielte und Bausteine sortierte. Vorteilhaft um sich gut anpassen zu können, war auch, dass Max seine täglichen Rituale, wie zum Beispiel einen geregelten Tagesablauf, im Kindergarten ausleben konnte. Rituale gaben – und geben ihm nach wie vor – ein Gefühl von Sicherheit.

Auch Max´s Kinderärztin erkannte schon sehr zeitig, dass Max ein besonderes Kleinkind war. In seiner frühkindlichen Entwicklung war Max den anderen Kindern immer weit voraus – vor allem was seine sprachlichen Fähigkeiten anbelangte. Dies zog mitunter aber auch Schwierigkeiten mit sich, wenn Mütter in Babygruppen oder Freundinnen mit gleichaltrigen Kindern die Entwicklung ihrer Kinder mit der von Max verglichen.

Obwohl es mich oft in der Mutterrolle sehr forderte, dass Max mit 9,5 Monaten schon ganz alleine ging und er sich bereits mit 1,5 Jahren weigerte, eine Windel zu tragen, muss ich zugeben, dass wir als Eltern extrem stolz auf Max Fähigkeiten waren. Aus heutiger Perspektive hätte ich allerdings lieber ein wenig länger auf jeden einzelnen Entwicklungsschritt gewartet und uns spätere Herausforderungen erspart …

 

 

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