19. Bedrängnis

By 18. April 2016Allgemein

… und manchmal die Situationen gar nicht richtig einschätzen kann… Max hat sich schon immer wieder in sehr gefährliche Situationen gebracht, aber das, was ich heute schreibe, toppt so einiges. Eines Sommernachmittags ging Max von der Schule nach Hause, als er mich ganz aufgeregt anrief und ins Telefon brüllte: „Mama, Mama! Du musst mir helfen!“ Ich versuchte ihn zu beruhigen, damit er mir möglichst schnell und kurz berichten konnte, was davor genau passiert war. Er erzählte mir, dass er gerade einer alten Dame geholfen hatte. Bis dahin war das ja sehr lobenswert und an sich noch nichts Ungewöhnliches. Aber dann folgte das: Die Dame wurde mitten in der Stadt von zwei jungen Männern angepöbelt und kam den Männern nicht aus. Max rannte auf die Männer zu und versuchte die alte Dame zu beschützen. Die jungen Männer waren so überrascht, dass ein Kind auf sie zulief und ließen von der Dame ab und rannen davon. Niemand hatte der Dame geholfen und ich war nach dieser Geschichte froh, dass Max noch als „ganzes Kind“ nachhause kam. Zu Hause besprachen wir die Situation sehr intensiv. Ich war auf der einen Seite sehr stolz auf Max, dass er nicht wie die anderen Leute wegschaute, sondern heldenhaft handelte. Auf der anderen Seite redete ich ihm aber auch ins Gewissen, dass er sich damit in große Gefahr begab.

Fazit, wenn man das überhaupt so sagen kann: Ich weiß, dass sich Max jederzeit wieder einer solchen Situation ausliefern würde, da er mit dem Einschätzen von Gefahren nicht richtig umgehen kann.

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