14. Perspektivenwechsel

By 9. März 2016Allgemein

… gerade weil ich die Kinder so gut verstehen kann, wie mühsam ein seltsames Kind sein kann, ist es mir umso wichtiger, dass auch die Eltern solche betroffenen Kinder unterstützen beziehungsweise sogar schützen. Vielleicht hätte ich es als Kind auch besser verstanden, wenn man mich aufgeklärt hätte, aber ich hatte die Möglichkeit gar nicht. Heute tut es mir richtig weh, wenn ich daran denke, dass ich so verletzend zu anderen Kindern war. Meine größter Lehrmeister war und ist Max. Durch Max habe ich gelernt mir Situationen durch unterschiedliche Perspektiven zu betrachten.
Je älter er wird, desto intensiver muss ich Verständnis für ihn aufbringen. Es ist schwierig, sogar sehr schwierig, aber ich möchte, dass Max seine Persönlichkeit so gut wie möglich behält und leben kann. In einem System wie der Bildungseinrichtung Schule bestehen zu können, erfordert es laufend, dass Max sich verbiegt, verstellt und beugt. Deshalb versuche ich ihn – so gut es geht – im privaten Bereich auch Max sein zu lassen. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass es mir nicht schwer fällt, denn ich finde Max sehr interessant und bin immer wieder überrascht, welches Wissen er besitzt. Aus der Sicht eines Erwachsenen ist Max´s Persönlichkeit auch sehr spannend, das höre ich im Bekanntenkreis immer wieder. Keiner unserer Freunde kann sich vorstellen, dass Max in der Schule so viele Probleme hat …

Leave a Reply